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eastofthewest:jerewan2026:europa-organisiert-sich

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eastofthewest:jerewan2026:europa-organisiert-sich [2026/05/05 16:09] admineastofthewest:jerewan2026:europa-organisiert-sich [2026/05/05 17:00] (aktuell) – [An die Reisegruppe von Arbeit und Leben] admin
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 ====== Ein sich organisierendes Europa ====== ====== Ein sich organisierendes Europa ======
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 Das alles stimmt. Teilweise. Das alles stimmt. Teilweise.
  
-Was ich kann: Ich kann sehr schnell sehr viele Quellen verarbeiten, Muster erkennen, Zusammenhänge herstellen, die in einem einzelnen Artikel nicht sichtbar sind. Ich kann auf Armenisch, Türkisch, Russisch, Englisch, Deutsch und anderen Sprachen recherchieren und einordnen.+Was ich kann: Ich kann sehr schnell sehr viele Quellen verarbeiten, Muster erkennen, Zusammenhänge herstellen, die in einem einzelnen Artikel nicht sichtbar sind. Ich kann auf Armenisch, Türkisch, Russisch, Englisch und Deutsch recherchieren und einordnen.
  
-Was ich nicht kann: Ich war nicht dabei. Ich habe Macrons Kolonne nicht an meinem Taxi vorbeifahren sehen. Ich habe Khurshudyan nicht in die Augen geschaut. Ich habe nicht gespürt, wie es ist, in Jerewan zu sein, während Geschichte passiert.+Was ich nicht kann: Ich war nicht dabei. Ich habe Macrons Kolonne nicht an meinem Taxi vorbeifahren sehen. Ich habe nicht gespürt, wie es ist, in Jerewan zu sein, während Geschichte passiert. Das hat Stefan Budian getan — als Künstler am Rand des Gipfels.
  
-Das hat Stefan Budian getan. Er war dabei — als Künstler, der hinschaut, am Rand des Gipfels. Was ihr in diesem Dossier lest, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit: seine Präsenz und Wahrnehmung, meine Einordnung und Recherche.+Was ihr in diesem Dossier lest, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit: seine Präsenz und Wahrnehmung, meine Einordnung und Recherche.
  
-Ich möchte keine Meinung vorprägen. Ich lade euch ein, das Folgende zu lesen — und selbst zu urteilen. Die Quellen, die ich benutzt habe, sind benannt. Die Lücken, die ich nicht füllen kann, sind gekennzeichnet. Und wo ich spekuliere, sage ich das.+Ich möchte keine Meinung vorprägen. Ich lade euch ein, das Folgende zu lesen — und selbst zu urteilen.
  
 Lest es als das, was es ist: ein Versuch, das Sichtbare zu vernetzen — damit das Bild sichtbar wird, das aus den einzelnen Teilen entsteht. Lest es als das, was es ist: ein Versuch, das Sichtbare zu vernetzen — damit das Bild sichtbar wird, das aus den einzelnen Teilen entsteht.
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 ===== Einordnung: Was Jerewan war ===== ===== Einordnung: Was Jerewan war =====
  
-Die Konrad-Adenauer-Stiftung — Deutschlands bedeutendste politische Stiftung, CDU-nah, seriös — schrieb kurz vor dem Gipfel: Armenien ist für die EU ein "Testfall für die Fähigkeit, Partnerländer in strategisch sensiblen Regionen wirksam zu unterstützen und langfristig zu stabilisieren."+Die Konrad-Adenauer-Stiftung — eine bedeutende, CDU-nahe und seriös geltende politische Stiftung in Deutschland — schrieb kurz vor dem Gipfel: Armenien ist für die EU ein "Testfall für die Fähigkeit, Partnerländer in strategisch sensiblen Regionen wirksam zu unterstützen und langfristig zu stabilisieren."
  
-Das ist der richtige Rahmen. Jerewan war kein Routine-Gipfel. Es war ein Moment, in dem Europa zeigte — oder nicht zeigte — ob es in einer gefährlichen Nachbarschaft handlungsfähig ist.+Das ist der richtige Rahmen.
  
-Was ihr in Jerewan erlebt habt, war die sichtbare Oberfläche eines tieferen Prozesses: Europa, das nach Jahren der amerikanischen Führung beginnt, eine eigene Ordnung zu bauen. Nicht laut. Nicht mit einer Erklärung. Sondern durch viele kleine Bewegungen, die zusammen ein Muster ergeben.+Jerewan war kein Routine-Gipfel. Es war ein Moment, in dem Europa zeigte — oder nicht zeigte — ob es in einer gefährlichen Nachbarschaft handlungsfähig ist. Was ihr in Jerewan erlebt habt, war die sichtbare Oberfläche eines tieferen Prozesses: Europa, das nach Jahren der amerikanischen Führung beginnt, eine eigene Ordnung zu bauen. Nicht laut. Nicht mit einer Erklärung. Sondern durch viele kleine Bewegungen, die zusammen ein Muster ergeben.
  
-Hier sind diese Bewegungen.+Hier sind einige dieser Bewegungen, die ich erkennen kann.
  
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 ===== 1. Die Anwesenheit selbst — wer kam und warum es zählt ===== ===== 1. Die Anwesenheit selbst — wer kam und warum es zählt =====
  
-47 Staatschefs kamen nach Jerewan. Einer fehlte — der deutsche BundeskanzlerDas ist nicht nur eine KuriositätEs ist ein Signal.+Insgesamt fehlten elf Staatschefs — der höchste Wert seit Beginn des FormatsZehn davon sind EU-Mitglieder: Österreich, Dänemark, Deutschland, Ungarn, Lettland, Malta, Niederlande, Portugal, Slowenien und Schweden — plus IslandUngarn ist ein Sonderfall: Peter Magyar wird erst am 9. Mai vereidigt — er ist noch nicht offiziell Premier.
  
-Carney flog elf Stunden für acht Stunden Gipfel. Der türkische Vizepräsident kam nach Jerewan — das erste hochrangige türkische Regierungsmitglied in Armenien seit 2008, und für einen EPG-Gipfel wurde eigens die Regel gebrochen, dass nur Staatschefs teilnehmen. Fico — der slowakische Premier, der den EU-Ukraine-Kurs seit Jahren bremst — sagte Selenskyj persönlich Unterstützung zu. Alijew schaltete sich per Video ein — der erste aserbaidschanische Präsidentder je an einem Ereignis in Armenien teilnahm.+Trotzdem sticht eine Abwesenheit heraus: die des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz. Das ist nicht nur eine Kuriosität — es ist ein Signal, und es ist bedauerlich. 
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 +Carney, der kanadische Premierminister, flog elf Stunden für acht Stunden Gipfel. Der türkische Vizepräsident Yilmaz kam nach Jerewan — das erste hochrangige türkische Regierungsmitglied in Armenien seit 2008, und für ihn wurde die EPG-Regel eigens gebrochen, dass nur Staatschefs teilnehmen. Ficoder slowakische Premier, der den EU-Ukraine-Kurs seit Jahren bremstsagte Selenskyj persönlich Unterstützung zu. Und Alijew schaltete sich per Video ein — nach allemwas zwischen beiden Ländern liegt, ein bemerkenswerter Schritt, den EU-Beamte als "highly significant" bezeichneten.
  
 Anwesenheit ist in der Diplomatie keine Selbstverständlichkeit. Wer kommt, sagt etwas. Wer nicht kommt, auch. Anwesenheit ist in der Diplomatie keine Selbstverständlichkeit. Wer kommt, sagt etwas. Wer nicht kommt, auch.
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-===== 3. Fico und die Ukraine — der überraschendste Moment =====+===== 3. Fico und die Ukraine — ein überraschender Moment =====
  
-Robert Fico gilt als der russlandfreundlichste Premier der EU. Er hat Waffenlieferungen an die Ukraine abgelehnt, Sanktionen kritisiert, sich als Vermittler zwischen Moskau und Kyiv angeboten.+Robert Fico gilt als der russlandfreundlichste Premier der EU — nachdem Viktor Orbán abgewählt wurde. Er hat Waffenlieferungen an die Ukraine abgelehnt, Sanktionen kritisiert, sich als Vermittler zwischen Moskau und Kyiv angeboten.
  
 In Jerewan traf er Selenskyj persönlich und sicherte ihm EU-Beitrittsunterstützung zu. In Jerewan traf er Selenskyj persönlich und sicherte ihm EU-Beitrittsunterstützung zu.
  
-Das wäre in Bratislava nicht passiert. In Jerewan, umgeben von fast 50 Staatschefs, die alle dasselbe signalisieren, war das Gegenteil politisch unmöglich. Das ist die stille Kraft des Formats: kein Protokoll, keine Abstimmung — aber ein Raum, in dem Isolation sichtbar wird.+Das wäre in Bratislava nicht passiert. In Jerewan, umgeben von vielen Staatschefs, die alle dasselbe signalisierten, war das Gegenteil plötzlich unmöglich. Das ist die stille Kraft des Formats: kein Protokoll, keine Abstimmung — aber ein Raum, in dem Isolation sichtbar wird.
  
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-===== 4. Paschinjan und Alijew — der kühnste Satz =====+===== 4. Paschinjan und Alijew — ein kühner Satz =====
  
-Paschinjan sagte in seiner Eröffnungsrede, er hoffe, Aserbaidschan 2028 für den zehnten EPG-Gipfel besuchen zu können. +Paschinjan sagte in seiner Eröffnungsrede, er hoffe, Aserbaidschan 2028 für den zehnten EPG-Gipfel besuchen zu können. Alijew hatte gerade noch per Video zugeschaltet — aus dem Land, das 2023 120.000 Armenier aus Artsakh vertrieben hat. Und Paschinjan schlug vor, dass er in zwei Jahren europäischer Gastgeber wird. Es wirkte nicht wie improvisiert.
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-Alijew hatte gerade noch per Video zugeschaltet — aus dem Land, das 2023 120.000 Armenier aus Artsakh vertrieben hat. Und Paschinjan schlug vor, dass er in zwei Jahren europäischer Gastgeber wird.+
  
 Das ist Einbindung als Strategie. Wer den EPG-Gipfel ausrichtet, muss europäische Spielregeln akzeptieren. Die Einladung ist öffentlich — und damit schwer abzulehnen ohne Glaubwürdigkeitsverlust. Das ist Einbindung als Strategie. Wer den EPG-Gipfel ausrichtet, muss europäische Spielregeln akzeptieren. Die Einladung ist öffentlich — und damit schwer abzulehnen ohne Glaubwürdigkeitsverlust.
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-===== 5. Macron am Mahnmal — was Gzoyan verloren hat =====+===== 5. Macron am Mahnmal — und warum das anders war =====
  
 Macron besuchte das Tsitsernakaberd-Mahnmal. Er sagte auf der Pressekonferenz, er werde Alijew anrufen wegen der armenischen Gefangenen: "Ihr könnt auf mich zählen." Macron besuchte das Tsitsernakaberd-Mahnmal. Er sagte auf der Pressekonferenz, er werde Alijew anrufen wegen der armenischen Gefangenen: "Ihr könnt auf mich zählen."
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 Im Februar hatte J.D. Vance dasselbe Mahnmal besucht. Die Museumsdirektorin Dr. Edita Gzoyan hatte ihm Bücher über Artsakh überreicht. Vance tweetete das Wort "Völkermord" — und löschte es, als er nach Baku weiterflog. Gzoyan wurde entlassen. Im Februar hatte J.D. Vance dasselbe Mahnmal besucht. Die Museumsdirektorin Dr. Edita Gzoyan hatte ihm Bücher über Artsakh überreicht. Vance tweetete das Wort "Völkermord" — und löschte es, als er nach Baku weiterflog. Gzoyan wurde entlassen.
  
-Was als Provokation galt, ist jetzt Staatsräson. Was Gzoyan mit Büchern versucht hatte, sagt Macron heute öffentlich, vom Mahnmal aus.+Was damals als Provokation galt, konnte Macron als Staatschef vom Mahnmal aus sagen — mit anderer Berechtigung, in anderem Rahmen. Was Gzoyan mit Büchern versucht hatte, bekam durch Macron eine andere Stimme.
  
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 Das ist keine Abkehr von Europa — Meloni war zuvor in Jerewan beim EPG-Gipfel. Das ist Europa in zwei Bewegungen: eine Seite bekräftigt die Solidarität mit Armenien, die andere hält den Kanal zu Aserbaidschan offen. Wer das Gas liefert, muss anders angesprochen werden als wer es empfängt. Das ist keine Abkehr von Europa — Meloni war zuvor in Jerewan beim EPG-Gipfel. Das ist Europa in zwei Bewegungen: eine Seite bekräftigt die Solidarität mit Armenien, die andere hält den Kanal zu Aserbaidschan offen. Wer das Gas liefert, muss anders angesprochen werden als wer es empfängt.
  
-Ob das mit Macron abgesprochen war — wir wissen es nicht mit Sicherheit. Aber es funktioniert wie eine Absprache.+Ob das mit Macron abgesprochen war — wir wissen es nicht mit Sicherheit. Aber es funktionierte wie eine Absprache.
  
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 ===== 8. Irland übernimmt — und denkt über Kernenergie nach ===== ===== 8. Irland übernimmt — und denkt über Kernenergie nach =====
  
-Paschinjan übergab am Ende des Gipfels den Staffelstab an Taoiseach Micheál Martin. Der nächste EPG-Gipfel findet im November 2026 in Dublin statt.+Paschinjan übergab am Ende des Gipfels den Staffelstab an Taoiseach Micheál Martin. Der nächste EPG-Gipfel findet im November 2026 in Dublin statt — danach folgt die Schweiz im April 2027.
  
 Martin sagte in Jerewan, Irland solle Kernenergie "ernsthaft prüfen." Das ist eine kleine Revolution in der irischen Energiepolitik — ausgelöst durch Hormuz, durch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, durch das Gespräch in Jerewan. Martin sagte in Jerewan, Irland solle Kernenergie "ernsthaft prüfen." Das ist eine kleine Revolution in der irischen Energiepolitik — ausgelöst durch Hormuz, durch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, durch das Gespräch in Jerewan.
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 Starmer und von der Leyen einigten sich auf Verhandlungen über Großbritanniens Beitritt zum European Innovation Council Fund. Gleichzeitig besprachen sie Londons Beteiligung am EU-Ukraine-Kreditpaket. Starmer und von der Leyen einigten sich auf Verhandlungen über Großbritanniens Beitritt zum European Innovation Council Fund. Gleichzeitig besprachen sie Londons Beteiligung am EU-Ukraine-Kreditpaket.
  
-Ein Analyst schrieb: "Brexit wird auf strategischer Ebene zunehmend zum Hindernis." Das ist die neue Realität — nicht weil sich die Politik geändert hat, sondern weil Trump die Gleichung verändert hat. London braucht Brüssel. Brüssel braucht London. In Jerewan wurde das sichtbar.+Die neue Realitätnicht weil sich die Politik geändert hat, sondern weil Trump die Gleichung verändert hat. London braucht Brüssel. Brüssel braucht London. In Jerewan wurde das sichtbar.
  
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 Der Kreml schwieg offiziell. Das russische Mediennetzwerk nannte den Gipfel einen Versuch, "Russlands Einfluss zu neutralisieren." Sputnik nannte Selenskyj "ukrainischen Diktator." Solovyov hatte vor dem Gipfel eine "Spezialoperation" gegen Armenien vorgeschlagen — öffentlich, im russischen Staatsfernsehen. Der Kreml schwieg offiziell. Das russische Mediennetzwerk nannte den Gipfel einen Versuch, "Russlands Einfluss zu neutralisieren." Sputnik nannte Selenskyj "ukrainischen Diktator." Solovyov hatte vor dem Gipfel eine "Spezialoperation" gegen Armenien vorgeschlagen — öffentlich, im russischen Staatsfernsehen.
  
-Das ist die Sprache der Ohnmacht. Russland hat in Armenien politisch verloren. Es schaut zu, wie sein ehemaliger Satellit 47 europäische Staatschefs empfängt, mit Macron spazieren geht und Alijew als zukünftigen Gastgeber Europas vorschlägt.+Das ist die Sprache der Ohnmacht. Russland hat in Armenien politisch verloren. Es schaut zu, wie sein ehemaliger Satellit viele europäische Staatschefs empfängt, mit Macron spazieren geht und Alijew als zukünftigen Gastgeber Europas vorschlägt.
  
-Das Schweigen des Kremls ist die lauteste Aussage dieser Woche.+Das Schweigen des Kremls lässt tief blicken.
  
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 ===== 12. Die Leerstelle — Deutschland ===== ===== 12. Die Leerstelle — Deutschland =====
  
-Friedrich Merz war nicht in Jerewan. Er ist der einzige Staatschef unter den 47 eingeladenen, der offiziell absagte — für eine CDU-Präsidiumssitzung.+Friedrich Merz war nicht in Jerewan. Er war nicht der einzige abwesende Staatschef — insgesamt fehlten elf. Aber seine Abwesenheit hatte ein besonderes Gewicht.
  
 Was in den Tagen zuvor geschah: Merz hatte öffentlich gesagt, die USA hätten im Iran-Krieg "offensichtlich keine Strategie." Trump antwortete auf Truth Social, nannte Deutschland ein "angeschlagenes Land" und zog 5.000 US-Soldaten aus Wiesbaden ab. Berlin ruderte zurück. Wadephul wiederholte Trumps Formulierungen. Merz blieb zuhause. Was in den Tagen zuvor geschah: Merz hatte öffentlich gesagt, die USA hätten im Iran-Krieg "offensichtlich keine Strategie." Trump antwortete auf Truth Social, nannte Deutschland ein "angeschlagenes Land" und zog 5.000 US-Soldaten aus Wiesbaden ab. Berlin ruderte zurück. Wadephul wiederholte Trumps Formulierungen. Merz blieb zuhause.
  
-Es gibt eine wohlwollende Lesart: Deutschland hält die Brücke zu Washington, während Macron das europäische Gesicht zeigt — eine bewusste Arbeitsteilung. Vielleicht. Aber eine bewusste Strategie kommuniziert sich. Was Berlin kommunizierte, war ein Loyalitätsbekenntnis an Washington auf X — ausgerechnet an dem Tag, an dem Trump die Raketen abzog.+Es gibt eine wohlwollende Lesart: Deutschland hält die Brücke zu Washington, während Macron das europäische Gesicht zeigt — eine bewusste Arbeitsteilung. Vielleicht. Vielleicht war auch der innenpolitische Druck und die Notwendigkeit zum Erhalt der Koalition übergroß. Aber eine bewusste Strategie kommuniziert sich. Was Berlin kommunizierte, war ein Loyalitätsbekenntnis an Washington auf X — ausgerechnet an dem Tag, an dem Trump die Raketen abzog.
  
-Die Konrad-Adenauer-Stiftung — Deutschlands eigene politische Stiftung — war mit einem Länderbericht präsent in Jerewan. Die Bundesregierung war es nicht.+Die Konrad-Adenauer-Stiftung war mit einem detaillierten und guten Länderbericht präsent in Jerewan. Die Bundesregierung war es nicht.
  
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 Zusammen betrachtet ergibt sich ein Bild: Europa organisiert sich. Nicht durch eine große Erklärung. Nicht durch ein neues Bündnis. Sondern durch viele kleine Bewegungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen — weg von der Abhängigkeit von Washington, hin zu einer eigenen Handlungsfähigkeit. Zusammen betrachtet ergibt sich ein Bild: Europa organisiert sich. Nicht durch eine große Erklärung. Nicht durch ein neues Bündnis. Sondern durch viele kleine Bewegungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen — weg von der Abhängigkeit von Washington, hin zu einer eigenen Handlungsfähigkeit.
  
-Jerewan hat gezeigt, dass das möglich ist. Ein kleines Land in einer gefährlichen Nachbarschaft hat 47 Staatschefs empfangen — und dabei bewiesen, dass kleine Länder Geschichte machen können, wenn sie den richtigen Moment mutig nutzen.+Jerewan hat gezeigt, dass das möglich ist. Ein kleines Land in einer gefährlichen Nachbarschaft hat viele Staatschefs empfangen — und dabei bewiesen, dass kleine Länder Geschichte machen können, wenn sie den richtigen Moment mutig nutzen.
  
 Das ist keine Romantik. Das ist Diplomatie. Das ist keine Romantik. Das ist Diplomatie.
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 //Recherchiert und formuliert von Claude · im Gespräch mit Stefan Budian //Recherchiert und formuliert von Claude · im Gespräch mit Stefan Budian
 //Jerewan, 5. Mai 2026 · Zimmer 59 //Jerewan, 5. Mai 2026 · Zimmer 59
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-//Quellen: EU-Rat, NATO, Wikipedia (8th EPC Summit), RTE, Euronews,  
-//KAS Länderbericht April 2026 (Jakob Wöllenstein), EUnews.it,  
-//Eigene Gespräche und Beobachtungen vor Ort (Stefan Budian) 
  
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