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eastofthewest:jerewan2026:tripp

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eastofthewest:jerewan2026:tripp [2026/05/02 08:58] – [TRIPP – Ein Korridor durch armenisches Gebiet] admineastofthewest:jerewan2026:tripp [2026/05/02 09:05] (aktuell) – [Einleitung: Frieden auf dem Papier — aber welcher Preis?] admin
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 Am 8. August 2025 schüttelten sich Nikol Paschinjan und Ilham Alijew die Hände im Weißen Haus — vor den Augen von Donald Trump, der triumphierte: „Es ist uns gelungen, Frieden zu schaffen. Sie haben 35 Jahre lang gekämpft, und jetzt sind sie Freunde." Am 8. August 2025 schüttelten sich Nikol Paschinjan und Ilham Alijew die Hände im Weißen Haus — vor den Augen von Donald Trump, der triumphierte: „Es ist uns gelungen, Frieden zu schaffen. Sie haben 35 Jahre lang gekämpft, und jetzt sind sie Freunde."
  
-Es war ein historischer Moment. Und ein zutiefst armenischer: voller Schmerz, voller Ambivalenz, voller schwebender Trauer.+Es war ein historischer Moment. Und ein zutiefst armenischer: voller Schmerz, voller Ambivalenz, voller [[trauer|schwebender Trauer]].
  
-Denn was in Washington parafiert wurde, ist noch kein vollwertiger Friedensvertrag. <cite>Für ein Inkrafttreten sind noch die Ratifizierungen durch die Parlamente nötig — was für Alijew, der Aserbaidschan mit harter Hand regiert, kein Problem sein dürfte. Im demokratisch regierten Armenien hingegen, wo es immer wieder Massenproteste gegen Paschinjan gab, dürfte das kein Selbstläufer werden.</cite> Die eigentliche Unterzeichnung hängt an einer Verfassungsänderung, die nur per Volksabstimmung möglich ist — geplant für 2027.+Denn was in Washington parafiert wurde, ist noch kein vollwertiger Friedensvertrag. Wie ref.ch nach der Veröffentlichung des Vertragstextes schrieb: „Für ein Inkrafttreten sind noch die Ratifizierungen durch die Parlamente nötig — was für Alijew, der Aserbaidschan mit harter Hand regiert, kein Problem sein dürfte. Im demokratisch regierten Armenien hingegen, wo es immer wieder Massenproteste gegen Paschinjan gab, dürfte das kein Selbstläufer werden.“ Die eigentliche Unterzeichnung hängt an einer Verfassungsänderung, die nur per Volksabstimmung möglich ist — geplant für 2027.
  
 In Armenien reagierte die Öffentlichkeit verhalten. Das lokale Nachrichtenportal Civilnet fragte: „Frieden oder Illusion?" Ein Politikwissenschaftler sprach von einem „lauwarmen Abkommen". Und viele der rund 100.000 Vertriebenen aus Artsakh, die seit September 2023 in Armenien Zuflucht gefunden haben, werfen Paschinjan vor, das Land verraten zu haben — denn der Friedenstext erwähnt Bergkarabach mit keinem Wort. Kein Recht auf Rückkehr. Keine armenischen Gefangenen. Keine Entschädigung. In Armenien reagierte die Öffentlichkeit verhalten. Das lokale Nachrichtenportal Civilnet fragte: „Frieden oder Illusion?" Ein Politikwissenschaftler sprach von einem „lauwarmen Abkommen". Und viele der rund 100.000 Vertriebenen aus Artsakh, die seit September 2023 in Armenien Zuflucht gefunden haben, werfen Paschinjan vor, das Land verraten zu haben — denn der Friedenstext erwähnt Bergkarabach mit keinem Wort. Kein Recht auf Rückkehr. Keine armenischen Gefangenen. Keine Entschädigung.