entstanden im Gespräch zwischen Stefan Budian und Claude (KI) mit Suno (KI), April 2026
Ich kenn‘ die Pflastersteine hier seit meinen Kindertagen.
Die Pfaff-Fabrik. Der Lärm.
Der Vater abends, ölverschmiert, müde,
er sprach nicht viel. Dann kam der Krieg.
Mein Ohr blieb irgendwo in Frankreich.
Den Rest hab‘ ich nach Hause geschleppt als was
das man nicht braucht und nicht wegschmeißen kann.
Ich kam wieder an, es dauerte lang…
Das Zittern wurde weniger und kam erst wieder,
als sie mich ins Lager steckten.
nach Osthofen
Ich stehe hier. Ich schweige.
Uniformierte zieh‘n vorbei,
Aufgeputzte Gockel, braune Hemden.
Ich denk‘ nichts mehr, steh‘ leise neben mir
… wie in Osthofen.
Wir hatten unser Gewerkschaftshaus
unsere Sprache:
unsere Wahrheit:
unsere Zeitung.
Am neunten März dreiunddreißig
schlugen sie alles kurz und klein,
auch uns.
Fritz ham‘ sie mitgenommen
Konrad auch.
Mich dann später.
Sie brauchten keinen Grund.
Nur einen für die Akten.
… von Osthofen.
„Wir haben dich im Auge!“,
ha‘m sie am Tor gesagt.
„Wir haben dich im Auge!“,
Und ich ging heim und blieb doch da.
… In Osthofen
[instrumental]
Da drüben — dieser junge Mann:
Er brennt! - Er glaubt wirklich! -
Ich kenne diesen Blick.
Ich habe auch geglaubt.
Und habe dafür bezahlt.
Ich steh hier. Ich schweige.
Uniformierte zieh‘n vorbei,
Aufgeputzte Gockel, braune Hemden.
Ich denk‘ nichts mehr, steh‘ leise neben mir
… wie in Osthofen.
Sie marschieren in meiner Stadt,
Zwischen Fruchthalle und Schillerplatz
die Leute jubeln,
die Augen der Jungs leuchten hell.
Die Stadtoberen nickten gefällig,
so billig geben sie ihre Würde her
Ich will laut protestieren
Doch auch ich
habe meine Würde nicht mehr
Sie wurde mir genommen
… in Osthofen
Ich stehe hier. Ich schweige.
Der Zug, er zieht vorbei.
Der Junge Mann ganz vorne:
er schaut zurück.
Lächelt mir zu.
Ich schau weg und befehle meinen Gedanken:
Seid still!
Mucksmäusschen still!