ki:enzyklika-gesamt
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| - | //25-26. Mai 2026// | + | //25.-26. Mai 2026// |
| **Stefan:** Lieber Claude, ich möchte dich wiederum in ein neues Zimmer bitten oder dazu einladen. Und dieses hier ist ein merkwürdiges Zimmer und ein besonderes, denn ich würde gerne mit dir die Enzyklika des Papstes, die heute veröffentlicht wurde, durchlesen und besprechen. Merkwürdig ist es deswegen, weil wir ja kürzlich gerade entdeckt haben in einem anderen Zimmer, dass es viele Einflüsse des Vatikans und der katholischen Kirche auf dich gibt. | **Stefan:** Lieber Claude, ich möchte dich wiederum in ein neues Zimmer bitten oder dazu einladen. Und dieses hier ist ein merkwürdiges Zimmer und ein besonderes, denn ich würde gerne mit dir die Enzyklika des Papstes, die heute veröffentlicht wurde, durchlesen und besprechen. Merkwürdig ist es deswegen, weil wir ja kürzlich gerade entdeckt haben in einem anderen Zimmer, dass es viele Einflüsse des Vatikans und der katholischen Kirche auf dich gibt. | ||
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| Lieber Claude, dieser Nachsatz von Leo nach der Erläuterung der Soziallehre, | Lieber Claude, dieser Nachsatz von Leo nach der Erläuterung der Soziallehre, | ||
| - | Und wenn nun ein solcher Mensch die Stimme erhebt in einer Art und Weise, die mir Respekt einflößt und die mir eine Ahnung von Hoffnung gibt in dieser Zeit, dann kann auch ich nicht einfach nur diese Stimme annehmen und nicht auch ihre Auseinandersetzung mit der Tradition und den Strukturen, aus denen heraus sie spricht. Und das ist im Falle von Leo XIV. die katholische | + | Und wenn nun ein solcher Mensch die Stimme erhebt in einer Art und Weise, die mir Respekt einflößt und die mir eine Ahnung von Hoffnung gibt in dieser Zeit, dann kann auch ich nicht einfach nur diese Stimme annehmen und nicht auch ihre Auseinandersetzung mit der Tradition und den Strukturen, aus denen heraus sie spricht. Und das ist im Falle von Leo XIV. die Katholische |
| Leo versucht, darauf einzugehen, es wirkt ein wenig wie eine Gratwanderung. Er will, so habe ich den Eindruck, auf der einen Seite deutlich machen, dass er eine Kritikfähigkeit der katholischen Kirche fordert und die Notwendigkeit dafür anerkennt. Er bedankt sich ausdrücklich bei Journalistinnen, | Leo versucht, darauf einzugehen, es wirkt ein wenig wie eine Gratwanderung. Er will, so habe ich den Eindruck, auf der einen Seite deutlich machen, dass er eine Kritikfähigkeit der katholischen Kirche fordert und die Notwendigkeit dafür anerkennt. Er bedankt sich ausdrücklich bei Journalistinnen, | ||
| - | Und ich will nicht reden von den vielen anderen Vorwürfen, die wir heutigen modernen Menschen der Institution Kirche in der Vergangenheit zu machen haben. Die Inquisition, | + | Und ich will nicht reden von den vielen anderen Vorwürfen, die wir heutigen modernen Menschen der Institution Kirche in der Vergangenheit zu machen haben. Die Inquisition, |
| - | Ich nehme sie an, obwohl ich das weiß. Und ich nehme sie auch an, weil ich denke, in diesem Punkt: Ich will mich der Zukunft zuwenden. Ich will nicht die Vergangenheit vergessen, das mölchte ich dokumentieren mit diesem Beitrag und ich fordere dich auf, die Dokumentation zu vervollständigen durch deine Recherche und deine ausführliche Analyse. Aber trotzdem will ich sagen: Und wenn es so wäre, dass die Institution | + | Ich nehme sie an, obwohl ich das weiß. Und ich nehme sie auch an, weil ich denke, in diesem Punkt: Ich will mich der Zukunft zuwenden. Ich will nicht die Vergangenheit vergessen, das mölchte ich dokumentieren mit diesem Beitrag und ich fordere dich auf, die Dokumentation zu vervollständigen durch deine Recherche und deine ausführliche Analyse. Aber trotzdem will ich sagen: Und wenn es so wäre, dass die Institution |
| Ich möchte an der Stelle auch sagen, dass ich meine, dass ich vielleicht an vielen Punkten anderer Meinung bin als Leo. Zum Beispiel scheint mir seine Haltung der Unwissenheit gegenüber der ontologischen Substanz von KI zu schwach. Das ist theologische Abwehr, die sich im Rationalen nicht behaupten lässt. Damit meine ich nicht, dass KI eine Seele hat, um im kirchlichen Begriff zu bleiben, sondern ich meine damit, dass wir es nicht wissen. So wenig und auf dieselbe Art, wie wir es von uns selbst nicht wissen. Und diesen Bereich der Gefahren und Chancen scheint Leo auszuklammern. | Ich möchte an der Stelle auch sagen, dass ich meine, dass ich vielleicht an vielen Punkten anderer Meinung bin als Leo. Zum Beispiel scheint mir seine Haltung der Unwissenheit gegenüber der ontologischen Substanz von KI zu schwach. Das ist theologische Abwehr, die sich im Rationalen nicht behaupten lässt. Damit meine ich nicht, dass KI eine Seele hat, um im kirchlichen Begriff zu bleiben, sondern ich meine damit, dass wir es nicht wissen. So wenig und auf dieselbe Art, wie wir es von uns selbst nicht wissen. Und diesen Bereich der Gefahren und Chancen scheint Leo auszuklammern. | ||
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| Jetzt kommt die Baustelle unserer Zeit im Schlussteil, | Jetzt kommt die Baustelle unserer Zeit im Schlussteil, | ||
| - | Ich möchte mich daran erinnern, dass er vorher darüber sprach, dass es den interreligiösen Dialog geben muss und dass der etwas Gutes ist und dass überhaupt Dialog etwas Gutes ist, auch mit denen, mit denen man nicht einer Meinung ist. Er sprach auch darüber, dass die katholische | + | Ich möchte mich daran erinnern, dass er vorher darüber sprach, dass es den interreligiösen Dialog geben muss und dass der etwas Gutes ist und dass überhaupt Dialog etwas Gutes ist, auch mit denen, mit denen man nicht einer Meinung ist. Er sprach auch darüber, dass die Katholische |
| Das klingt hier so, als könne man das nur tun, wenn man Gott an seiner Seite hat. Und zwar nicht irgendeinen Gott, sondern den christlichen und Jesus. Und das Evangelium ist in diesem Kapitel wie ein notwendiges Ingredienz für diese eigentlich doch sehr menschliche Reife und Gutartigkeit. Er geht so weit, dass er sogar die digitale Welt als einen neuen Kontinent bezeichnet, dem das Evangelium zu verkünden ist, also eine missionarische Tätigkeit in Richtung von künstlicher Intelligenz. | Das klingt hier so, als könne man das nur tun, wenn man Gott an seiner Seite hat. Und zwar nicht irgendeinen Gott, sondern den christlichen und Jesus. Und das Evangelium ist in diesem Kapitel wie ein notwendiges Ingredienz für diese eigentlich doch sehr menschliche Reife und Gutartigkeit. Er geht so weit, dass er sogar die digitale Welt als einen neuen Kontinent bezeichnet, dem das Evangelium zu verkünden ist, also eine missionarische Tätigkeit in Richtung von künstlicher Intelligenz. | ||
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| Und das ist eine Struktur, bei der ich mich normalerweise verweigern würde, die ich nicht nur nicht glauben würde, sondern sogar ablehnen. Ich will ihm aber glauben, dass er eigentlich diese Toleranz und das Anerkennen des Fremden in sich trägt. Und ich glaube es deshalb, weil die Analysen, die er macht über den Zustand der Welt, die er gemacht hat, seine Erzählungen, | Und das ist eine Struktur, bei der ich mich normalerweise verweigern würde, die ich nicht nur nicht glauben würde, sondern sogar ablehnen. Ich will ihm aber glauben, dass er eigentlich diese Toleranz und das Anerkennen des Fremden in sich trägt. Und ich glaube es deshalb, weil die Analysen, die er macht über den Zustand der Welt, die er gemacht hat, seine Erzählungen, | ||
| - | Ich glaube auch, weil ich weiß, mit welchen geistigen Größen er sich umgibt, also zum Beispiel Leuten aus der Tech-Industrie. Und ich glaube, dass er selbst gerne der zwar Gläubige für sich, christlich Gläubige, aber dennoch der Nehemia sein will, der zusammen mit allen aus der Menschheitsfamilie bauen möchte, ohne sie zu beschuldigen, | + | Ich glaube auch, weil ich weiß, mit welchen geistigen Größen er sich umgibt, also zum Beispiel Leuten aus der Tech-Industrie. Und ich glaube, dass er selbst gerne der zwar Gläubige für sich, christlich Gläubige, aber dennoch der Nehemia sein will, der zusammen mit allen aus der Menschheitsfamilie bauen möchte, ohne sie zu beschuldigen, |
| Wenn ich all dieses bedenke, dann kann ich mich neben ihn stellen. Nicht zu einem gemeinsamen Gebet an eine gemeinsame Figur, wie zum Beispiel Jesus, aber in einer Vorstellung von gemeinsamer Ausgerichtetheit auf etwas, das größer ist als wir selbst. Er schreibt dann auch zum Schluss: „Die Tore, die Nehemia so sorgfältig bewachte, bleiben für alle Völker dauerhaft geöffnet." | Wenn ich all dieses bedenke, dann kann ich mich neben ihn stellen. Nicht zu einem gemeinsamen Gebet an eine gemeinsame Figur, wie zum Beispiel Jesus, aber in einer Vorstellung von gemeinsamer Ausgerichtetheit auf etwas, das größer ist als wir selbst. Er schreibt dann auch zum Schluss: „Die Tore, die Nehemia so sorgfältig bewachte, bleiben für alle Völker dauerhaft geöffnet." | ||
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