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ludwig:stimmen:anton

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ludwig:stimmen:anton [2026/08/26 12:50] – [Zur Entstehung der Figur] adminludwig:stimmen:anton [2026/08/26 19:45] (aktuell) admin
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-====== Anton Špaček – erfundene Figur ======+====== Anton Špaček (erfundene Figur======
 //Bolatice im Hultschiner Ländchen, 1918–1994// //Bolatice im Hultschiner Ländchen, 1918–1994//
  
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 [[.anton:lyrics|Antons Lied: Texte]] [[.anton:lyrics|Antons Lied: Texte]]
  
-==== Anton Špaček – erfundene Biografie ====+==== Anton Špaček (erfundene Biografie====
  
 Anton Špaček wurde im Frühjahr 1918 in Bolatice geboren, einem Dorf im Hultschiner Ländchen, das damals zum preußischen Kreis Ratibor und damit zum Deutschen Reich gehörte. Davon wusste Anton später nur aus Erzählungen. Seine Mutter sagte, er sei ein stilles Kind gewesen, sein Vater behauptete das Gegenteil. Anton selbst erinnerte sich selbstverständlich an nichts davon. Seine erste Erinnerung war ein Hof, auf dem Hühner zwischen den Beinen seiner Mutter herumliefen, eine niedrige Tür zum Stall und die Hand des Vaters, die ihm groß genug erschien, um darin einen ganzen Apfel verschwinden zu lassen. Die Familie besaß ein kleines Haus, einen Garten, ein paar Stück Vieh und etwas Land. Es war nicht genug, um davon allein zu leben. Wie viele Männer im Dorf verdiente Antons Vater zusätzlich Geld als Maurer. Wenn Arbeit da war, fuhr er fort, manchmal nur in die Umgebung, manchmal über die spätere Grenze nach Deutschland. Er sprach Deutsch. Mit seiner Frau und den Kindern sprach er meistens po našimu. Anton lernte früh, dass man dieselben Dinge auf verschiedene Weise benennen konnte. Ein Werkzeug konnte beim Vater einen deutschen Namen haben und bei der Mutter einen anderen, manchmal wechselte ein Satz mitten darin die Sprache. Niemand erklärte ihm, warum. Es war einfach so. Anton Špaček wurde im Frühjahr 1918 in Bolatice geboren, einem Dorf im Hultschiner Ländchen, das damals zum preußischen Kreis Ratibor und damit zum Deutschen Reich gehörte. Davon wusste Anton später nur aus Erzählungen. Seine Mutter sagte, er sei ein stilles Kind gewesen, sein Vater behauptete das Gegenteil. Anton selbst erinnerte sich selbstverständlich an nichts davon. Seine erste Erinnerung war ein Hof, auf dem Hühner zwischen den Beinen seiner Mutter herumliefen, eine niedrige Tür zum Stall und die Hand des Vaters, die ihm groß genug erschien, um darin einen ganzen Apfel verschwinden zu lassen. Die Familie besaß ein kleines Haus, einen Garten, ein paar Stück Vieh und etwas Land. Es war nicht genug, um davon allein zu leben. Wie viele Männer im Dorf verdiente Antons Vater zusätzlich Geld als Maurer. Wenn Arbeit da war, fuhr er fort, manchmal nur in die Umgebung, manchmal über die spätere Grenze nach Deutschland. Er sprach Deutsch. Mit seiner Frau und den Kindern sprach er meistens po našimu. Anton lernte früh, dass man dieselben Dinge auf verschiedene Weise benennen konnte. Ein Werkzeug konnte beim Vater einen deutschen Namen haben und bei der Mutter einen anderen, manchmal wechselte ein Satz mitten darin die Sprache. Niemand erklärte ihm, warum. Es war einfach so.