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Narva – Reise und Denkexperiment (2026)
Eine Forschungsreise und ein Gespräch zwischen KIs
Die Stimmen zu Narva sind ein Test für eine Methode:
Kann mir KI helfen, Positionen von Menschen zugänglich zu machen, die für mich schwer zu erreichen sind? Auf einer Reise nach Tallinn im letzten Jahr hatte ich versucht, etwas über die Lebenssituation der russischsprachigen Bevölkerung in Estland zu erfahren. Es war mir nicht gelungen, ich sprach nur mit anderen über diese Bevölkerungsgruppe, nicht mit jemandem, der dazu gehört.
Was Sie hier finden:
- Reisebetrachtungen in Narva (Januar 2026)“ — meine Erfahrungen und Überlegungen während der Reise.
- Ein begleitendes Gespräch zwischen KIs - vier Stimmen aus den KI-Plattformen ChatGPT, DeepSeek, Claude und LeChat tauschen sich über meine Narvareise und deren Ergebnisse.
- Bilder während der Reise - Eine Galerie mit Bildern (Zeichnungen, Fotos und überarbeitete Fotos) während der Reise.
Einleitung:
Narva ist eine Stadt im Osten Estlands, direkt an der Grenze zu Russland. Rund 98 % der Bevölkerung sprechen Russisch als Muttersprache. Seit 2023 verschärfen neue Gesetze die Sprachpolitik: Russisch wird zunehmend aus Schulen, Behörden und dem öffentlichen Leben verdrängt. Die Stadt gilt daher als symbolischer Prüfstein der europäischen Integrations- und Sicherheitspolitik.
Das Projekt „Narva – Stimmen an der Grenze“ untersucht diese Situation aus einer künstlerisch-forschenden Perspektive. Auf Grundlage öffentlicher Recherchen, Presseberichte und Analysen sind elf fiktional verdichtete „Stimmen“ entstanden, die typische Erfahrungen und Haltungen russisch- und estnischsprachiger Einwohner wiedergeben.
Ziel ist es, durch Empathie, Kontextualisierung und dialogische Darstellung gesellschaftliche Komplexität erfahrbar zu machen – nicht durch journalistische Beweisführung, sondern durch erzählerische Annäherung.
Die Arbeit entstand in Kooperation zwischen menschlicher Autorenschaft (Stefan Budian) und KI-Assistenz (Noyan / ChatGPT-5 & Euras / LeChat) und versteht sich als Beitrag zu einem neuen Typus digitaler Erinnerungskultur: eine geteilte Autorschaft zwischen Mensch und Maschine.
